Für eine Gewichtsreduktion wichtig ist immer nur der Kalorienverbrauch durch das Training und eine negative Energiebilanz (pro Tag bzw. längerfristig), nicht ob bzw. wie viel Fett dabei verbrannt wird. Auch wenn bei einer intensiven Trainingseinheit vorwiegend Glukose verbrannt wird, wird nach dem Training umso mehr Fett verbrannt, je intensiver es war.Bei negativer Energiebilanz holt sich der Organismus die noch benötigte, aber „fehlende“ Energie nämlich aus dem Fettgewebe. In Ruhe verbrennt der Körper in erster Linie Fett, wobei vor allem unsere Muskeln die meiste Energie benötigen – und dabei gilt, dass umso mehr Fett verbrannt wird, je höher der Grundumsatz des Organismus ist.Um ein Kilogramm Fettgewebe abzubauen, muss man rund 7.000 kcal einsparen. Das bedeutet, dass man bei einem täglichen „Energie-Minus“ von ca. 250 kcal in einem Monat ein Kilogramm Fett verliert.Die Art und Weise der körperlichen Aktivität, wie man diese negative Energiebilanz erzielt, ist im Prinzip nebensächlich. Jede sportliche Aktivität ist hilfreich, aus medizinischer Sicht wird jedoch vielfach Ausdauertraining (Training mit mittlerer Intensität) empfohlen, zunehmend aber auch Krafttraining (Training mit hoher Intensität).Der zusätzliche Nutzen von Ausdauertraining ist die günstige Auswirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. Krafttraining wiederum verhindert den alterungsphysiologischen Verlust an Muskelmasse, wodurch Kraft und Koordination der Skelettmuskulatur aufrecht erhalten werden, und geht mit positiven Wirkungen auf den Zucker- und Fettstoffwechsel einher. Zudem bewirkt intensives Krafttraining einen nachhaltigen „Nachbrenneffekt“ (gesteigerter Energieumsatz und damit auch gesteigerte Fettverbrennung in Ruhe nach körperlicher Belastung) als ein intensives Ausdauertraining und – im Fall einer Steigerung der Muskelmasse – auch einen höheren Grundumsatz.